Martin Grubinger

Biographie

Der österreichische Multipercussionist Martin Grubinger hat sich besonders darum verdient gemacht, das Schlagwerk als Soloinstrument in den Mittelpunkt des klassischen Konzertbetriebs zu stellen. Sein Repertoire reicht dabei von solistischen Werken über kammermusikalische Programme, u.a. mit seinem Percussive Planet Ensemble oder den Pianistinnen Ferhan und Ferzan Önder bis hin zu Solokonzerten.

Highlights der Saison 2015/16 sind, neben vielen anderen, Debuts beim New York Philharmonic Orchestra, Stavanger Symphony Orchestra und Real Orquesta Sinfónica de Sevilla sowie Wiedereinladungen zum National Symphony Orchestra Washington, Tonhalle Orchester Zürich, Rundfunk Sinfonie Orchester Berlin, Orquesta Sinfónica de Castilla y León, Gewandhaus Leipzig und National Centre for the Performing Arts in Beijing. Darüber hinaus ist Grubinger Artist in Residence beim hr-Sinfonieorchester Frankfurt. Das gemeinsame Rezitalprogramm mit dem Starbariton Thomas Hampson wird in dieser Saison in den Münchner Gasteig, Wiener Konzerthaus, an die Mailänder Scala und zum Heidelberger Frühling gebracht. Eine Orchestertournee mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck führt Grubinger in viele wichtige Säle Europas.

Eine wichtige Rolle im Zusammenspiel mit renommierten Orchestern spielen Auftragskompositionen wie Avner Dormans „Frozen in Time“ (2007), das „Konzert für Schlagzeug und Orchester“ von Friedrich Cerha (2008), das 2012 mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Peter Eötvös bei Kairos eingespielt wurde, sowie Tan Duns Schlagzeugkonzert „Tears of Nature“ (2012). Im Frühjahr 2014 erfolgte die Uraufführung des Schlagzeugkonzerts „Speaking Drums“ mit dem Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung des Komponisten Peter Eötvös. Grubingers großbesetzte Percussionprojekte wie „The Percussive Planet“ oder das Salsa-Projekt „Caribbean Showdown“ dokumentieren Grubingers Vielseitigkeit.

2008/09 war er Artist in Residence am Gewandhaus Leipzig; es folgten Residenzen bei der Camerata Salzburg, der Kölner Philharmonie, der Philharmonie München, Wiener Konzerthaus und soeben beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Darüber hinaus überzeugte Martin Grubinger bei Auftritten mit dem NHK Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic, National Symphony Orchestra Taiwan, NDR Sinfonieorchester Hamburg, Münchner, Dresdner und Hamburger Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, Bamberger Symphonikern und BBC Philharmonic. Grubinger ist auch bei renommierten amerikanischen Orchestern zu Gast, darunter das Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Martin Grubinger ist gern gesehener Gast bei namhaften Festivals wie den Rheingau und Schleswig-Holstein Musikfestivals, Bregenzer Festspielen, Beethovenfest Bonn, Lucerne Festival und den Salzburger Festspielen, im Festspielhaus Baden-Baden, dem Brass & Percussion Festival in der renommierten Suntory Hall in Tokyo sowie beim Grant Park Music Festival in Chicago. 2013 war er Artiste Étoile beim Lucerne Festival.

Bereits vielfach ausgezeichnet, ist Martin Grubinger Träger des „Bernstein Awards“ des Schleswig-Holstein Musik Festivals sowie des begehrten Würth-Preises der Jeunesses Musicales Deutschland. Grubinger veröffentlichte die CD „Drums‘n’Chant“ sowie einen Live-Mitschnitt des „Percussive Planet“ auf DVD auf der Deutsche Grammophon. Weitere Einspielungen erschienen bei verschiedenen Labels, darunter Sony, Kairos, Ondine und BIS.

Der in Salzburg geborene Musiker studierte am Bruckner-Konservatorium in Linz und am Mozarteum in Salzburg, machte aber bereits als Jugendlicher bei internationalen Wettbewerben auf sich aufmerksam, u. a. beim zweiten Welt-Marimba-Wettbewerb in Okaya sowie beim EBU Wettbewerb in Norwegen.
Martin Grubinger ©FBroede
 
 
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